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Testpiel gegen Berlin

Fußball/1.Herren: Rückblick Testspiel am 20.01.2018, Friedensstadion (Platz 4, Kunstrasen)

VfB Germania Halberstadt – SpVgg. BW 90 Berlin  5:0  (4:0)

 

Zielstrebig und gewillt gingen die Berliner die Partie an, wollten hier ebenbürtig auftreten und ihre Ambitionen unterstreichen. Der VfB Germania ruhig, sachlich und ebenfalls im Vorwärtsgang, die Voraussetzungen für ein kurzweiliges Spiel erfüllt.

Schon zu Beginn auffallend viele gute Ballpassagen auf beiden Seiten, ehe die kontrollierten Pässe abgefangen werden konnten, dauerte es relativ lange, so verfolgten die Zuschauer manche sehenswerte Kombination.

 

Als Florian Beil schon in der Anfangsphase geschickt frei gespielt wurde, rechneten die meisten mit dem ersten Treffer, denn die Position halb links im Strafraum war eigentlich verheißungsvoll, doch Beil legte noch einmal quer ab, überließ Hendrik Hofgärtner den Abschluss, der aber verzog den Volleyschuss.

 

Nach gut einer Viertelstunde wurde der quirlige Dustin Messing im Strafraum in guter Position, rustikal zu Boden geschickt. Wahrscheinlich elfmeterreif, doch in diesem Testspiel verzichtete der Referee auf den Pfiff. Auch BW 90 schickte sich unterdessen an, nach vorne etwas zu bewegen, kam zu zwei, drei Abschlüssen, die aber für Christoph Klötzer im Germania-Tor nicht zu einer Herausforderung wurden, er vereitelte sicher. Mitte der ersten Halbzeit dann die Führung für die Hausherren: Die Linksflanke von Kay Michel nimmt Beil sehenswert an und vollstreckt mit dem zweiten Kontakt, indem er die Kugel gefühlvoll über den Keeper hinweg ins Netz chippt. Kurz danach schnürt er den Doppelpack, als Messing zuerst stark das Spielgerät erobert, von rechts in den Strafraum geht, sich durchsetzt und den Ball nach innen bringt. Den abgefälschten Pass versenkt Beil in Abstaubermanier.

 

BW 90 jetzt wütend und fahrig. Das eröffnet dem VfB Germania die nächste Chance. Wieder ist es Messing, der mit viel Tempo über die rechte Seite vorbereitet. Das Zuspiel erreicht dieses Mal Tim Oschmann, der aus zentraler Position aus zehn Metern trifft und das Spiel damit wohl endgültig entscheidet. Dritter Treffer binnen fünf Minuten, das nagt an der Moral der Berliner. Deren Versuche landen weiterhin nicht im Tor, sondern werden vorher – oder spätestens bei Klötzer – geklärt. Knapp vor der Pause die beste Aktion von BW 90 Richtung Tor, da profitieren sie von einem Stellungsfehler in der HBS-Abwehr, doch es reicht nur für das Außennetz...

 

Fast im Gegenzug ein Lehrbuch reifer Angriff der Halberstädter über die rechte Seite, wieder Messing mit viel Tempo und einer präzisen Flanke auf Beil, der per Kopf mustergültig den Halbzeitstand markiert.

 

Die Halbzeitführung ist deutlich, doch sie kam nicht von allein, der VfB Germania hat einiges dafür investiert, Quittung sind hoch zufriedene Zuschauer.

 

Nach der Pause viel neues Personal auf dem Feld, lediglich Hofgärtner und Beil, die später noch ausgewechselt werden, sowie Philipp Blume, der als einziger durch spielen wird, stehen noch aus der Startformation auf dem Platz

 

Das Spiel in der Folge etwas zerfahrener, trotzdem weiterhin mit Torchancen. Verwertet wird allerdings nur noch eine: Oschmann, gerade wieder aufs Feld zurück gekehrt, zeigt sich im Strafraum auf der Höhe, behrrscht den Ball und sieht die Lücke, erzielt gefühlvoll den Endstand.

 

Auch BW 90 hätte noch treffen können, jedoch lässt auch Fabian Guderitz nichts anbrennen, vereitelt die beste Berliner Chance, die hatte Gleisinger Mitte der zweiten Halbzeit, der plötzlich frei vor dem Halberstädter Keeper auftauchte, aber in Guderitz seinen Meister fand.

 

Der VfB Germania nach gutem Spiel der verdiente Sieger in einer durchaus ansehnlichen Partie.