Stadion Umbau

25. März 2011

Der Traum von einem sanierten Halberstädter Friedensstadion scheint Wirklichkeit zu werden. Die städtische Holding Nosa will in diesem Jahr etwa zwei Millionen Euro in die Hand nehmen, um das Friedensstadion auf Vordermann zu bringen.

Die Idee ist mittlerweile mehr als zehn Jahre alt. „Wir haben das Vorhaben jedoch nie aus den Augen verloren“, betonen NOSA-Geschäftsführer Dietz Kagelmann und Olaf Herbst, Präsident des über 1000 Mitglieder zählenden VfB Germania Halberstadt.

Das 1927 eingeweihte Friedensstadion benötigt dringend eine Frischzellenkur. Noch dazu, weil vor über einem Jahr die baufällige Zuschauertribüne abgerissen werden musste und attraktive Zuschauerplätze seitdem im Stadion nicht mehr zu finden sind.

Mit dem VfB Germania besitzt Halberstadt eine Fußballmannschaft, die sich anschickt, in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen zu wollen. „Das wollen wir auch und dafür muss ein passendes Stadion her”, unterstreicht Olaf Herbst. Wobei von Anfang an fest stand, kein klassisches Fußballstadion zu planen, sondern ein Stadion für den Breitensport.

Die NOSA wird jetzt etwa zwei Millionen Euro investiert. Dafür entsteht ein modernes Funktionsgebäude, das anstelle der abgerissenen Tribüne in den Wall eingebaut wird und an dessen Kopf sich zum Spielfeld hin eine überdachte Zuschauertribüne mit etwa 600 Sitzplätzen anschließt, wie Bastian Herbst von der Herbst Plan-Consult GmbH berichtet, die die Pläne erarbeitet hat.

Im 48 Meter langen und etwa 18 Meter breiten Funktionsbau entstehen im Erdgeschoss unter anderem die Mannschaftsräume, Zimmer für Dopingtests und Toiletten. Im Obergeschoss empfängt die künftigen Besucher ein bis zu 180 Quadratmeter großer Veranstaltungsraum, der zum Stadion hin von einer teilweise aufzuschiebenden Glasfront begrenzt wird. Außerdem sind dort WC für die Fans sowie eine Bar und Kneipe für die Gästeversorgung zu finden.

Im oberen Geschoss des Neubaus ist Platz für Technik. Außerdem ist über einen Laubengang ein Balkon zu erreichen, der für Kampfrichter und Pressevertreter reserviert ist.

Leider musste man sich von Plänen zur Errichtung einer Flutlichtanlage und eines Kunstrasens vorerst verabschieden. “Was aber nicht bedeutet, dass wir diese Vorhaben begraben”, betonen Herbst und Kagelmann. Darüber könne wieder gesprochen werden, wenn Geld da sei.

Daten:

Sitzplätze: ca. 720

Stehplätze: über 1000

Gebäude: 11 m tief X 48 m lang.

Erdgeschoss :
Umkleideräume, Sanitäterbereiche, Räume zur Dopingkontrolle, Massageräume

Obergeschoss :
Veranstaltungsbereich über 180 m² mit einer Glasfornt Richtung Stadion und einer Küchenversorgung, VIP-Bereiche, Büro und weitere Sanitärbereiche

Dachgeschoss:
Stadionsprecher, Pressevertreter

Der Baubeginn wird voraussichtlich im Sommer 2011 (Juli) sein.

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