Germania Halberstadt 5:0 in Oschersleben

18. Juli 2011

Scheidler setzt ein erstes Achtungszeichen

Oschersleben. Andreas Petersen, Trainer von Regionalliga-Aufsteiger Germania Halberstadt, hatte die Messlatte für Steffen Scheidler hoch gelegt, als er davon sprach, der Neuzugang von Wacker Gotha wäre sogar noch höher einzuschätzen als der zum HFC abgewanderte Michael Preuß. Gestern beim 5:0 (4:0)-Testspielsieg der Vorharzer bei Verbandsligist Oscherslebener SC unterstrich der 24-Jährige zumindest in Ansätzen, wie wertvoll er noch werden kann.

F-F Banser machte 3 Tore

Scheidler erzielte das 2:0 (unhaltbarer Heber in den Winkel) und 5:0 selber, war am dritten Tor durch Fait-Florian Banser beteiligt und bereitete den vierten Treffer (erneut Banser) mustergültig vor, als er gleich drei Gegenspieler aussteigen ließ.

“Eine gute Truppe. Es macht Spaß, für Germania zu spielen. Aber ich bin sicher, dass da noch mehr geht, denn momentan zwickt es im rechten Oberschenkel, so dass ich ein wenig aufpassen muss”, geht Scheidler fest von einer weiteren Leistungssteigerung aus.

Der Neuling hat den Vorteil, dass er sowohl außen über links oder rechts kommen als auch im Sturmzentrum spielen kann. Das Wechselspiel mit Banser und Christian Beck klappte in Halbzeit eins recht gut. Das sah auch Petersen so, der insgesamt von einer “ordentlichen Offensivleistung mit einigen schönen Kombinationen sprach und darüber hinaus positiv erwähnte, dass hinten die Null stand, der Gegner während der gesamten 90 Minuten keine einzige zwingende Torchance besaß.

Und das trotz der harten Vorbereitung, in der die Germanen derzeit stecken. Petersen bekräftigte noch einmal, dass jeder Spieler einer geregelten Arbeit nachgeht. “Das ist in einer solchen Phase natürlich besonders hart. Die Jungs hatten in den letzten zwei Wochen einen einzigen Tag frei”, sagte Petersen und plauderte dann aus, dass er gerade erst mit Preuß telefoniert habe, der sich beim HFC auch deswegen so wohlfühlt, weil er sich dort eben nur auf Fußball konzentrieren kann. Den Abgang hat Petersen inzwischen verkraftet, doch ein bisschen Wehmut ist immer noch herauszuhören: “Mit Banser, Scheidler und Preuß hätten wir in der Offensive ein richtig starkes Trio gehabt …”

Oschersleben: Switala – Buchholz (46. Hoffmann), Zacher, Zydorek, Klare, Hampel (60. Schmidt), Hieronymus, Schütze (56. Girke), Binsker (72. Backsmann/79. Reiser), Hering (67. Wöhlert), Rasch

Germania: Lehnhard – Eckermann (46. Gröger), Handke (46. Fitkau), Schubert (67. Eggert), Eggert (46. Kopp), Breitkopf, Krüger, Beck, Scheidler, Banser (60. Heins), Bäcker (46. Götz)

Tore: 0:1 Banser (5.), 0:2 Scheidler (20.), 0:3 Banser (53.), 0:4 Banser (55.), 0:5 Scheidler (73.)

(Volksstimme 18.07.2011, Uwe Tiedemann)

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