1:4-Heimniederlage gegen Borea Dresden!
Die Nachholpartie des 17. Spieltages gegen Borea Dresden hat unsere Oberliga-Mannschaft am heutigen Mittwochabend mit 1:4 verloren. Kurz vor Schluss sorgte Eggert für den Ehrentreffer. Trainer Petersen wurde zudem vom Landesverband suspendiert und darf seine Tätigkeit bis auf weiteres nicht ausführen.

Trainer Eike Engel (45 Jahre)
Drei Tage nach dem verlorenen » Landespokal-Finale traten unsere Jungs bereits wieder im Liga-Alltag an. Dazu mussten wir leider auf Cheftrainer Petersen verzichten. Am Nachmittag hatte unseren Verein eine einstweilige Verfügung des Landesverbandes FSA erreicht, nach der unser Coach bis zum endgültigen Urteil des Sportgerichtes nicht mehr als Trainer arbeiten darf. Grundlage für dieses harte Vorgehen waren die Vorfälle rund um das chaotische Pokal-Endspiel in Sangerhausen. Torwart-Trainer Engel und Spieler Gerlach übernahmen entsprechend die sportliche Verantwortung. Außerdem mussten wir die kurzfristigen Ausfälle von Rode, Hosenthien (beide verletzt) und Siemund (krank) verkraften. Ebenso traf Reitzig erst mit dem Anpfiff ein, berufliche Gründe verhinderten somit seinen Einsatz in der Startelf. Dadurch rutschten Köhler, Krüger, Neumann und Ruttke neu ins Team, das mit einem Durchschnittsalter von 22,9 Jahren begann. Die Gäste vom SC Borea Dresden » waren hoch motiviert angereist, befanden sie sich doch mitten im Abstiegskampf und wollten folglich etwas Zählbares aus Halberstadt mitnehmen.
Bei extrem schlechtem Wetter (starker Regen) startete Borea optimal in die Partie. Kischel musste eine „Freistoßrakete“ von Schmidt prallen lassen und Leistner traf per Nachschuss aus Nahdistanz zum 0:1 (4.). Fast im direkten Gegenzug hatte Ruttke schon die Chance zum Ausgleich auf dem Fuß, aber Dersewski parierte sicher (5.). Mit der zweiten Möglichkeit erhöhten die Gäste auf 0:2. Weskott passte auf Schmidt, der nicht energisch gestört wurde und den Ball folglich aus ca. 17 Metern ins Tor schlenzen konnte (14.). Dennoch ergaben wir uns nicht kampflos, und nach einem gekonnten Zuspiel von Eggert hatten Neumann und Ruttke die große Möglichkeit zum Ausgleich, beide wurden bei ihren Torschuss-Versuchen aber jeweils im Fünfmeterraum umgerissen (Paulus, Dietze), aber zum Entsetzen aller Halberstädter Zuschauer entschied Schiedsrichter Ostrin auf Stürmerfoul - eine krasse Fehlentscheidung (16.). Fällt zu diesem Zeitpunkt das 1:2 läuft das Spiel bestimmt völlig anders!
Nach einem gefährlichen Mutschler-Freistoß hatten wir die nächste gute Möglichkeit, jedoch zögerte Kopp zu lange (19.). Etwas später tauchte Dresden das nächste Mal direkt vor Keeper Kischel auf, aber nach Pass von Salewski schoss Schmidt zum Glück aus acht Metern übers Tor (28.). Dann gefielen wir mit einer tollen Kombination über Kopp und Neumann, aber den folgenden Querpass konnte leider niemand verwerten, sodass Borea den Ball aus der Gefahrenzone befördern konnte. Dieser Befreiungsschlag landete direkt bei Pölzing, der zu Kischel zurückspielen wollte, jedoch lief Schmidt dazwischen und lupfte das Leder sogleich aus 20 Metern zum 0:3 ins Tor - war das bitter (38.). Kurz vor der Pause hatte Eggert noch eine sehr gute Chance, aber Masak klärte auf der Linie (43.).

Christof Neumann (rechts) verlor mit seiner Mannschaft deutlich mit 1:4. Foto: Florian Bortfeldt
Die zweite Halbzeit begannen wir mit einem Kopfball von Reitzig, aber Dersewski hatte seine Finger noch irgendwie ans Leder gebracht (50.). Ebenso mächtig Glück hatte Borea beim folgenden Pfosten-Knaller von Eggert (62.). Die Gäste versuchten sich jetzt mehrmals mit Weitschüssen (u. a. Weskott/64.) - kein schlechtes Rezept beim extrem rutschigen Boden. Nach einem Freistoß von Krüger versuchte sich dann Kopp per Kopfball und forderte Dersewski zu einer Glanzparade heraus (66.). Bei einem Dresdner Konter verzog Salewski etwas später äußerst knapp (73.). „Unglücksrabe“ Pölzing wusste sich kurz darauf nur mit einem Foul zu helfen, sodass Heineccius zum Freistoß antrat und Naumann fast unbedrängt zum 0:4 einköpfen konnte (75.). Schlechter kann ein Spiel für uns kaum laufen, die sechste Chance nutzte Borea zum vierten Treffer! Fast mit dem Abpfiff gelang uns dann wenigstens noch der Ehrentreffer. Kopp hatte den Ball erkämpft, Pass von Götz auf Gerlach und Eggert köpfte die folgende Flanke zum 1:4 ins Tor (88.). Mehr passierte nicht…

Kapitän Enrico Gerlach (33)
Nach der Partie äußerten sich Borea-Trainer Baron und Kapitän Gerlach. Der Gäste-Coach war logischerweise „hoch zufrieden“, gab aber auch zu Bedenken: „Wir haben vor der Partie darauf spekuliert, dass Germania den Pokal noch in den Köpfen hat und darum wollten wir von der ersten Minute Druck ausüben, um vielleicht ein schnelles Tor zu erzielen. Das ist uns auch gelungen. Dennoch können wir den Sieg realistisch einschätzen, denn Halberstadt steckt zurzeit in einer schwierigen Situation. Gegen einen fitten und besser besetzten Gastgeber hätten wir es viel schwerer gehabt.“ Gerlach fügte Folgendes an: „Wenngleich es für uns die zehnte Partie im vergangenen Monat war, muss man sich eigentlich anders präsentieren. Natürlich war es für uns extrem schwer drei Tage nach dem Pokalfinale wieder in den Liga-Alltag zurückzufinden. Unsere derzeitige Situation ist momentan nicht einfach. Wir müssen schnellstmöglich den Kopf frei bekommen. Nach der Pause haben wir uns auch besser gewehrt und die Zweikämpfe angenommen, aber letztendlich war das 1:4 eine richtige Watsche.“
Mit der Auswärts-Begegnung am kommenden Samstag beim 1. FC Gera 03 » schließen wir dann den Marathon von fünf “Englischen Wochen” in Folge ab. Anstoß ist bereits um 13.30 Uhr.











