Liga-Primus RB Leipzig ordentlich Paroli geboten!
In der dritten „Englischen Woche“ hatten wir zur Nachholbegegnung des 19. Spieltages RB Leipzig zu Gast. Die relativ ausgeglichene Partie endete mit einem 0:2-Sieg der Sachsen. Hoefler und Frommer hatten innerhalb kürzester Zeit getroffen. Dennoch überzeugte unsere Mannschaft mit einer achtbaren Leistung, hatten wir dem Regionalliga-Aufsteiger doch alles abverlangt.
Bereits weit vor dem Spiel „David gegen Goliath“ musste Trainer Petersen drei Hiobsbotschaften verkraften. Rode konnte doch nicht auflaufen (Knieprobleme), Hosenthien sagte aus wichtigen Gründen zwei Stunden vor der Partie ab, ein Baby wurde erwartet - Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle zur Geburt eines gesunden Sohns und alles Gute für die kleine Familie - und Saalbach beendete das Warmmachen frühzeitig, der Belastungstest fiel negativ aus. So gab A-Junior Köhler sein Debüt in der Startelf, als rechter Abwehrmann, Götz rutschte entsprechend in die Innenverteidigung und Neumann und Krüger ersetzten Rode und Hosenthien. Wenngleich RB Leipzig » als haushoher Favorit anreiste, in 25 Liga-Begegnungen gelangen 22 (!) Siege, zwei Remis und nur eine Partie wurde verloren, bei einem Torverhältnis von insgesamt 59:13 Treffern, wollten wir trotz der erheblichen Personalprobleme voll dagegen halten, den „Bullen“ sollte das Gewinnen so schwer wie möglich gemacht werden.

Kapitän Kischel (verdeckt) gratulierte Ingo Hertzsch zur Meisterschaft! Fotos: Dr. W. Seibicke
Vor dem Anpfiff gratulierten wir den Gästen zum frühzeitig gewonnen Meistertitel und dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga, neben einem Pflanzen-Präsent gab es auch Halberstädter Würstchen. Damit waren genug der guten Gesten ausgetauscht, denn von Beginn an entwickelte sich eine interessante Partie, in der wir bereits nach zwei Minuten den ersten guten Angriff vortragen konnten, über Neumann und Reitzig auf Eggert, aber RB-Keeper Moritz hatte beim folgenden Torschuss keine Probleme (2.). Den ersten Treffer auf dem Fuß hatten dann die Rand-Leipziger, aber nach einem tollen Solo konnte Frommer „Retter“ Götz nicht überwinden (5.). Kurz darauf kamen wir erneut gefährlich vors „Bullen-Gehäuse“, als Neumann nach einem Mutschler-Freistoß im gegnerischen Strafraum auftauchte, zudem Schumann austanzte, jedoch zu überhastet abschloss (9.). Kischel glänzte etwas später mit einem guten Reflex, Müller hatte einen Freistoß aufs Tor gezirkelt (17.). Ebenso musste RB-Keeper Moritz auf der Gegenseite bei einem gefährlichen 17-Meter-Schuss von Reitzig, nach genialem Anspiel von Köhler, sein ganzes Können zeigen, um das 0:0 zu halten (18.). Dann klärte Kischel energisch gegen Hoefler im Strafraum, aber Schiedsrichter Wenkel, der letztmalig im NOFV-Bereich pfiff, entschied regelkonform auf Weiterspielen, weil unser Keeper den Ball gespielt und erst danach Hoefler „abgeräumt“ hatte (28.). Dass Hoefler beim Pass von Frommer bereits knapp im Abseits stand, blieb somit unerheblich, denn insgesamt hatte das Schiedsrichter-Trio eine ausgezeichnete, fast fehlerfreie Leistung geboten. Brenzlig wurde nur drei Minuten später eine maßgenaue Flanke von Müller auf Hoefler, aber Pölzing blockte den folgenden Kopfball aus Nahdistanz, wie er auch einen Kopfball von Kläsener, nach Müller-Ecke, aus der Gefahrenzone schlagen konnte (45.).

Reitzig (li.) vs Hertzsch!
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir mehrfach die Chance jeweils per Kopfball in Führung zu gehen. Zuerst musste Hertzsch schon alles riskieren, um vor dem einschussbereiten Eggert am Ball zu sein (47.). Die folgende Mutschler-Ecke köpfte dann besagter Eggert aus sechs Metern aufs Tor, Albert klärte auf der Linie (48.). In derselben Minute kombinierte RasenBallsport erstklassig über Hoefler und Müller, aber Bick scheiterte letztendlich aus drei Metern an Kischel. Dann glänzte Köhler mit einem tollen Freistoß, bei dem ein Eggert-Kopfball an den gegnerischen Pfosten klatschte - viel Glück für RB (50.). Ebenso flog ein Mutschler-Freistoß gefährlich in den Gästestrafraum und Siemund ließ einen mustergültigen Kopfball aus ca. acht Metern folgen, jedoch überzeugte Moritz mit einer Glanztat (55.). Der unangefochtene Tabellenführer beschränkte sich mittlerweile aufs Kontern und einen dieser schnellen Gegenangriffe über Müller, Frommer und Reimann klärte Kischel mit einer reaktionsschnellen Fußparade (59.). Nur eine Minute später war es dann aber soweit. Nach genialem Pass von Frommer schoss Hoefler den Ball aus ca. dreizehn Metern zum 0:1 ins Tor und erzielte damit seinen zwölften Liga-Treffer (60.). Nur 103 Sekunden später lag das Leder erneut in unserem Kasten. Einen Ballverlust im Mittelfeld unsererseits nutze Bick zu einem gekonnten Anspiel auf Frommer, der Kischel beim Torabschluss zum 0:2 keine Chance ließ (62.). Damit war die Partie eigentlich vorzeitig entschieden, wenngleich Neumann noch die große Chancen auf den Ehrentreffer hatte, aber Moritz blieb wachsam (72.), wie auch Kischel beim einem Müller-Geschoss aus Nahdistanz (86.). Das war’s dann…

RB Leipzig-Trainer Tino Vogel!
In der Pressekonferenz äußerten sich beide Trainer ausführlich. Tino Vogel merkte an: „Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir durchaus tonangebend, da hatten wir einige gute Möglichkeiten, die aber alle VfB-Torwart Kischel zunichte machte. Nach der Pause sind wir nur schwer ins Spiel gekommen, da gab es viele Probleme, die Halberstadt jedoch nicht nutzen konnte. Moritz hat heute super gehalten und somit den Rückstand verhindert. Dass wir offensiv gut bestückt sind, haben dann die beiden Tore gezeigt. Ich wünsche Germania alles Gute fürs Pokalfinale, zieht in den DFB-Pokal ein, das haben wir mit RB leider nicht geschafft.“ Trotz der Niederlage war Andreas Petersen nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil: „Trotz einer 1C-Aufstellung wollten wir den Meister etwas ärgern. Dies ist uns aus meiner Sicht ganz gut gelungen. In der ersten Halbzeit hatten wir natürlich etwas Glück, was uns dann nach der Pause im Angriff etwas gefehlt hat, sonst gehen wir vielleicht in Führung, die Chancen dazu waren da. Fast aus dem Nichts fielen dann die beiden Tore des Gegners. Dennoch bin ich stolz auf meine Mannschaft. Sie hat heute alles gegeben.“
Das nächste Heimspiel steigt bereits am Sonntag um 14 Uhr, wenn Schott Jena » zu Gast ist. Zwei kleine Änderungen gibt es im Oberliga-Spielplan. Die Auswärtspartie des 28. Spieltages bei der U23 von Carl Zeiss Jena beginnt am kommenden Mittwoch schon um 18.30 Uhr, und die beiden letzten Spieltage (Gera, Zwickau) werden jeweils um 14 Ihr angepfiffen.











