Erfolgsserie mit 1:0-Sieg in Pößneck ausgebaut!
Am heutigen Mittwochabend haben unsere Oberliga-Fußballer das dritte Pflichtspiel in Folge gewonnen. Die Nachholpartie beim VfB 09 Pößneck endete mit einem leistungsgerechten 0:1-Auswärtssieg. Noch vor der Pause erzielte Christian Siemund den entscheidenden Treffer. Bereits am kommenden Sonntag steht die nächste Begegnung an, dann gastieren wir ab 14 Uhr beim FC Sachsen Leipzig, bevor wir drei Tage später, am 5. Mai um 18 Uhr, RB Leipzig im heimischen Friedensstadion empfangen.
Die Auswärtspartie beim VfB 09 Pößneck » war nicht nur die Begegnung des 20. Spieltages sondern zugleich für uns auch das vierte Pflichtspiel innerhalb von zehn Tagen. Hinzu kamen für Trainer Petersen erhebliche Personalprobleme, denn neben den bekannten Ausfällen konnte auch Stürmer Reitzig, zuletzt mit Doppelpack gegen Lok Leipzig, nicht mitreisen (beruflich verhindert). Entsprechend waren wir nur mit 13 Feldspielern vor Ort, und mit Hosenthien und Götz saßen zwei angeschlagene Akteure auf der Ersatzbank, neben A-Junior Köhler. Dennoch sollte die Positivserie, mit sechs ungeschlagenen Pflichtspielen in Folge, weiter ausgebaut werden. Außerdem sprach die Bilanz gegen Pößneck eindeutig für unsere Mannschaft, denn in den vergangenen drei Duellen blieben die Thüringer gänzlich ohne eigenen Treffer und der letzte Pößnecker Sieg datierte vom September 2006. Dessen ungeachtet war Vorsicht geboten, weil die Ostthüringer doch kürzlich mit zwei Siegen, gegen Drittligist Rot-Weiß Erfurt (Landespokal) und in Zwickau, für Furore gesorgt hatten. Außerdem stemmen sich die Gastgeber seit Wochen gegen den drohenden Abstieg. Viel Kampf auf dem schwer bespielbaren Platz war also „vorprogrammiert“.
Pößneck setzte das erste kleine Achtungszeichen, aber der Fallrückzieher von Staskewitsch, deutlich vorbei, hätte aufgrund gefährlichen Spiels eigentlich abgepfiffen werden müssen (4.). Ebenso verursachte der Freistoß von Heimlich aus ca. 19 Metern bei Keeper Kischel kein Kopfzerbrechen, ganz im Gegenteil, denn der folgende weite Abschlag landete direkt bei Neumann, Kopfball-Ablage auf Krüger und dessen Schuss klärte Heimlich mit viel Glück knapp vor der Torlinie (18.). Wie beim Sieg gegen Lok Leipzig setzten wir dann bei der Chancenverwertung wiederholt Maßstäbe, denn bereits mit der zweiten guten Möglichkeit lag das Leder im Pößnecker Gehäuse. Nach einer Krüger-Ecke bugsierte abermals Heimlich einen äußerst gefährlichen Kopfball von Salihu im letzten Moment aus der Gefahrenzone, Pölzing legte aus dem Hinterhalt nach und den erneut abgewehrten Ball schoss Siemund gekonnt aus ca. zehn Metern zum 0:1 in die Maschen (30.). Sein vierter Treffer im siebten Liga-Spiel. Außerdem fehlten bei einem weiteren Kopfball von Salihu, nach Krüger-Ecke, nur wenige Zentimeter (39.). Die einzige nennenswerte Chance der Gastgeber war ein Freistoß von Urbansky, den Kischel gewohnt bravourös aus dem Dreiangel fischte (44.).

Sascha Rode lieferte sich einige rassige Mittelfeld-Duelle mit Pößnecks Kapitän Faruk Hujdurovic!
Die zweite Halbzeit begann mit einer unschönen Szene, weil besagter Urbansky Gegenspieler Krüger rüde von den Beinen holte, mit Gelb war er noch gut bedient (46.). Die nächste strittige Szene folgte etwas später, als Spanier im eigenen Strafraum eine „Kerze“ spielte und Keeper Jovanovic völlig unbedrängt den Ball fallen ließ und zu Boden ging, sodass Eggert zum 0:2 hätte einschieben können, aber Schiedsrichter Oehme wollte ein Foulspiel erkannt haben - eine kuriose Entscheidung (55.). Eine Minute später mutierte ein 40-Meter-Freistoß von Hujdurovic zu einem gefährlichen Aufsetzer, aber Kischel parierte sicher. Dann ließen wir einen tollen Konter über Pölzing, Krüger, Salihu und erneut Krüger folgen, aber im letzten Moment störte Bronec entscheidend (62.). Ebenso fehlten nach einem Krüger-Einwurf und folgendem Zuspiel von Rode nur wenige Zentimeter an Höhe, sonst hätte Salihu bestimmt treffsicher eingeköpft (65.).
Wir „drückten“ weiter auf das 0:2 und konterten abermals erstklassig über Kopp, Mutschler, Siemund, Neumann, Köhler und Eggert, jedoch zögerte Pölzing beim Abschluss leider zu lange, sodass Urbansky doch noch klären konnte (71.). Pößneck agierte weiterhin mit vielen langen Bällen, die unsere Defensiv-Abteilung aber kaum in Verlegenheiten brachte, davon zeugte auch keine (!) hundertprozentige Torchance der Gastgeber in der zweiten Halbzeit! Selbige konnten wir uns jedoch abermals erspielen, als wir einen mustergültigen Konter über Eggert und Köhler starteten, aber Krüger hatte letztendlich angeblich im Abseits gestanden - gleiche Höhe trifft es wohl eher (85.). Außerdem zeigte Jovanovic bei einem Krüger-Schuss große Unsicherheiten, und die folgende Ecke von erneut Krüger bugsierte Siemund aus drei Metern übers Tor, großes Glück für Pößneck (89.). Mit einem weiteren gefährlichen Distanzschuss von Krüger beendete dann Schiedsrichter Oehme die Partie (90.+4).
Dieser hoch verdiente Auswärts-Dreier bedeutete gleichzeitig den dritten Pflichtspielsieg in Folge. Aus den letzten sieben Pflicht-Begegnungen holten unsere Jungs zudem insgesamt fünf Siege und zwei Remis, bei 10:1 Toren, eine sensationelle Statistik! Damit sind wir seit knapp einem Monat ungeschlagen, und blieben in zehn Rückrunden-Begegnungen allein sieben Mal ohne Gegentor. In dieselbe „Kerbe“ „haute“ auch Trainer Petersen nach dem Spiel: „Das war heute bärenstark. Gegen einen unbequemen Gegner haben wir hinten nichts zugelassen und vorne mehrere gute Chancen heraus gespielt, das hat mir imponiert. Ansonsten bin ich extrem stolz auf meine Jungs. Was die Mannschaft in den letzten Wochen geleistet hat, nötigt höchstem Respekt ab. Jetzt wollen wir natürlich bei Sachsen Leipzig nachlegen und zumindest einen Punkt mitnehmen, bevor dann mit dem Heimspiel gegen RB Leipzig das nächste Highlight für uns ansteht.“
Beim FC Sachsen Leipzig » treten wir am Sonntag um 14 Uhr an und RB Leipzig » ist am Mittwoch, den 5. Mai zu Gast. Anstoß ist dann um 18 Uhr. Außerdem zog heute Abend der Hallesche FC ins Landespokal-Halbfinale ein (1:0-Sieg in Ammendorf) und kämpft nun in Stendal, ebenso am 5. Mai, um den Einzug ins Finale gegen unsere Mannschaft. Der Endspielort steht jedoch noch nicht fest, da unser Landesverband dies erst kurzfristig bekannt geben wird.
VfB 09 Pößneck:
Jovanovic – Horn, Spanier, Bronec, Heimlich – Hujdurovic – Tröger (72. Baez Ayala), Reich, Urbansky – Ferreira Junior (64. Rodrigues Nunes), Staskewitsch
VfB Germania Halberstadt:
Kischel – Pölzing, Kopp, Saalbach, Mutschler (79. Hosenthien) – Krüger, Siemund, Rode, Neumann (89. Götz) – Salihu (70. Köhler), Eggert
Schiedsrichter: Jens Oehme (Witzschdorf)
Tor: 0:1 Siemund (30.)
Zuschauer: 121, inkl. 6 Germania-Fans
Gelbe Karten: Urbansky, Hujdurovic – Kopp
Torchancen: 1:7 (1:3)













